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Zuchtziele seit 1990
unverändert
Unsere Ziele in der Zucht sind schnell beschrieben:
Wir wollten immer schon und wollen immer noch den harten,
derben, gesunden, tem-peramentvollen, ernsthaften, intelligenten,
führigen, nerven-, trieb- und wesensstarken Gebrauchshund
züchten, der von sich aus gerne arbeitet, der mit den
wesentlichen Gebrauchshundeeigenschaften von Natur aus
ausgestattet ist und der aussieht wie ein Malinois, also dem
Standard entspricht. Um diese Ziele zu erreichen, stellen
wir besonders in Bezug auf die angeborenen Gebrauchshundeeigenschaften
sehr hohe Ansprüche an unsere Zuchthunde.
Auch wir erreichen unsere Ziele nicht immer. Wenn wir ihnen
aber ziemlich nahe kom-men, werten wir das auch schon als
Erfolg. Das hält uns aber nicht davon ab, immer weiter
nach Verbesserungen zu suchen. Den perfekten Hund passend
zum jeweiligen Besitzer gibt es noch nicht.
Was wir in keinem Fall züchten wollen
sind Hunde, die zwar strombelastbar, ansonsten aber recht
faul und trieblos sind, die sicher ihre Qualitäten im
Schutzdienst haben, aber in der Unterordnung durch den "Tacker"
zur freudigen und schnellen Arbeit gezwungen werden (müssen).
Diese Hunde gibt es schon bei anderen Rassen und leider Gottes
inzwischen auch beim Mali mehr als genug. Typische Vertreter
der Rasse Malinois sind solche Hunde nicht. Unserer Meinung
nach stellen diese Hunde in der Mali-Zucht sogar eine große
Gefahr für die Rasse dar. Sie vernichten auf Dauer wichtige
und typische Rasseeigenschaften. Deshalb würden
wir niemals so einen Hund in der Zucht einsetzen, auch wenn
er noch so hoch geführt wird.
Die beschriebene Tackerarbeit überdeckt Einschränkungen
beim Hund in Bezug auf seine angebo-renen Gebrauchshundeeigenschaften.
Beim Einsatz dieser minderwertigen "Tackerhunde"
in der Zucht besteht natürlich die große Gefahr,
dass die Qualität der Nachkommen weiter abnimmt. Das
wollen wir in jedem Fall vermeiden und deshalb kommen diese
Hunde für unsere Zucht nicht in Frage.
Natürlich setzen wir auch keine Hunde ein, die z.B. das
Beißen erst mit viel Training lernen müssen oder
die nur dann gut beißen, wenn sie sich wehren müssen,
also entsprechend hart belastet werden, physisch oder psychisch.
Für uns ist der angeborene harte, schnelle, ruhige und
volle Griff aus dem eigenen Antrieb heraus von großer
Wichtigkeit. Gute Hunde beißen bei jedem Helfer und
trennen bei jedem Helfer, ganz gleich, wie dessen Ausstrahlung
ist.
Dass ein Malinois, der in der Zucht eingesetzt werden soll,
über einen ausgezeichneten Spieltrieb verfügt, ist
für uns selbstverständlich.
Wir wissen, dass nicht jeder Hundesportler bereit ist, seinen
Hund zur Zwangsarbeit zu verurteilen. Es gibt eben auch noch
die Hundeleute, bei denen der Hund ein Lebewesen ist und nicht
ein Sportgerät, dass durch elektrische Energie angetrieben
wird. Nur für solche Sportfreunde züchten
wir.
Nicht, dass wir gegen das E-Gerät grundsätzlich
sind. Aber der Gebrauch sollte nicht selbstver-ständlich
sein. Ein Hund ist keine elektrische Eisenbahn.
Einige grundsätzliche Anmerkungen zur Ausbildung finden
Sie unter www.ssvrhede.de
im Internet.
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